Porto und der Eifel….

Porto ist schön. Mancherorts sogar atemberaubend. Die steilen Uferhänge des Rio Douro an die sich die bunten Häuser der Stadt schmiegen werden von mehreren Brücken überspannt. Die schönste und beeindruckenste ist die Ponte Luis I. Das sie nach den Plänen eines Schülers von Gustave Eifel gebaut wurde ist unübersehbar. Zusammen mit der Straßenbahn können die Menschen weit oben über der Stadt und dem Douro das Tal überqueren. Während sehr viel weiter unten im Erd-bzw. Flußgeschoss die Autos den Fluß überqueren.

 

Durch Kastillien nach Portugal

Wir sind wieder weiter in den Westen gefahren und in Porto angekommen. In San Sebastian hat es gestern morgen nur geregnet und wir haben beschlossen schleunigst nach Portugal durch zu fahren, da der Wetterdienst für dort 13 Grad und milde Nächte versprach. Der direkte Weg führt auf den Inland Autobahnen über Burgos und Leon durchs portugiesische Bergland nach Porto. Der stetige Regen hat mit der steigenden Höhe im Inneren Spanien mehr und mehr nachgelassen und wir sind bei herrlicher Sonne durch Kastillien gefahren. Eine einsame Gegend mit kargen, trockenen Böden. Wir sind gut vorangekommen und wollten nachmittags um halb fünf bei strahlenden Sonnenschein stehen bleiben. Dafür haben wir uns Puebla de Sanabria ausgesucht. Ein kleinen Ort nahe der Portugiesischen Grenze das für seinen schönen Bergsee und Naturpark bekannt ist. Hinter einer Tankstelle haben wir den bisher hässlichsten Stellplatz gefunden. Hier hatten wir um 19 Uhr noch Abendrot. Noch in der gleichen Zeitzone sind wir mittlerweile soweit in den Westen gefahren das die Sonne erst um 9 Uhr morgens aufgeht aber es bis 19 Uhr hell ist. In den Bergen hier an der Grenze zu Portugal war der Himmel klar und die Sonne warm. Bei unserer Ankunft hatten wir noch 13 Grad bemerkten aber Eis auf schattigen Pfützen. Am Morgen um 7 Uhr waren es dann -6 Grad bei einem kristallklaren Sternenhimmel. Der eindeutige Tiefpunkt was die Temperaturen bisher auf der Reise zu Sonne und Wärme angeht. Dank der Gasheizung und heißen Getränke kochen wird es aber im Rolling Appartement schnell warm und es hat geholfen bei Sonnenaufgang gleich wieder aufzubrechen.

Sonnenuntergang am 14. Januar um 19Uhr Mitteleuropäische Zeit
Sonnenaufgang morgens bri -6Grad

Porto hat wie versprochen 14 Grad und Sonne….

….und endlich wieder Strände am Atlantik.

Unter Baskischem Himmel

Nach drei entspannten Tagen am Strand von Biscarrosse sind wir heute nach Donostia/San Sebastian aufgebrochen. Diese freundliche baskische Stadt an einer einzigartigen Atlantik Bucht haben wir schon früher besucht und wollten sehr gerne eine Nacht hier bleiben. Es gibt einen städtischen Stellplatz für Caravan und in 15 Minuten waren wir mit dem Fahrrad an der Bucht. Entlang der Promenade kann man entspannt im Küstenbogen dahinradeln. Die Stadt legt sich um einen traumhaften Sandstrand und am Hafen in der Altstadt sind die phänomenalen Tapas Bars angesiedelt. Hier besteht der Himmel teilweise aus vielen Schinken. Jedenfalls präsentieren die Bars ihre Vorräte an ganzen Schinken gerne von der Decke hängend über den Köpfen der Gäste. Spanien hat uns hier bestens empfangen.

Wir sind in der Wüste…

La plage vivier und la dune du pilat

Wir haben hier einen traumhaften Strand an der südfranzösischen Atlantik Küste gefunden. Nicht weit von der Bucht von Arcachon. Unser Lager ist in dem an den Strand grenzenden Kiefernwald. Die Wälder ziehen sich hier viele Kilometer die Küste entlang. Es gibt wenig Zivilisation und viel Natur. Allerdings sieht das hier zur Feriensaisson bestimmt ganz anders aus. Wir genießen die Stille und treffen nur französische SpaziergängerInnen und Ihre Hunde.

An dieser Küste hat die Natur einen riesigen Sandhaufen angehäuft. Die dune du pilat soll die größte Wanderdüne Europas sein. Sie erstreckt sich hier mehrere Kilometer am Strand entlang und ist bis zu 110 Meter hoch. Darin rumzulaufen ist wie in einer Wüste es gibt an vielen Stellen nur Sand und den Himmel.

Entlang der Loire

Gestern Abend sind wir in Meung sur Loire gestrandet. Kleiner Ort stromabwärts bei Orleans. Witzigerweise haben wir beim Ortsschild gesehen das es ein Partnerstädtchen von Gundelfingen bei Freiburg ist. Dort wohnt mein Bruder. Grüße von Jeane d’Arc nach Baden. Wir haben abends einen kleinen Spaziergang durch Orleans gemacht waren aber müde von der langen Fahrt. Irgendwie machen die französischen Städte einen sehr verschlafenen Eindruck. Winterschlaf oder und den Menschen ist es zu kühl. Wir sind auf unserem Weg nach Westen immer noch auf der Suche nach Sonne. Bisher begleitet uns nebelig grauer Himmel. Aber seit gestern kein Regen mehr.

Blois

Heute dann weiter nach Blois. Ein schönes Städtchen mit viel Charme. Auch hier Winterschlaf. Ein Cafe am Chateau hatte offen für deux Cafe aux lait. Morgen wollen wir endlich den Atlantik bei La Rochelle erreichen. Haben uns erstmal gegen den direkten Weg nach Bordeaux entschieden. Freue mich schon auf das Meer und das Aquarium de Jacques Cousteau.

Gelbwesten und die Lorraine

Kaum hatten wir heute die Grenze nach Frankreich überfahren sind wir einer Gruppe von Gelbwesten begegnet. Auf einer Nationalstrasse in der Nähe von Metz. An einem Kreisel war Stau und wir haben erst Rauch dann Feuer gesehen. Nach und nach kamen wir näher heran. Rund um den Kreisel auf den Verkehrsinseln brannten Feuer aus Paletten und tatsächlich Autoreifen.“ Nimm das, Feinstaubmessgerät“. Als wir im Kreisel fuhren spazierten 3 Gelbwesten auf den Zebrastreifen vor uns bei der Ausfahrt, bleiben stehen und unterhalten sich unbekümmert. Wir müssen stehen bleiben der Wohnwagen noch im Kreisel. Hinter uns bildet sich sofort wieder ein längerer Stau. Als einer der Gelbwesten unser Kennzeichen sieht kommt er ans Fenster und erklärt das wir ca. 5 Minuten warten müssen. Allein gegen die anarchistischen Blockadefeuer an Kreiseln hätte in Deutschland die Deutsche Umwelthilfe schon ein Dutzend Klagen wegen Gesundheitsgefährdung eingelegt. Auf mich wirkte der Wiederstand sehr friedlich und ich bewundere die Ausdauer der Menschen. Chapeau Gilets Jaunes.


Gegen Abend haben wir heute den Parc natural regional de Lorraine erreicht. Wir übernachten in einem kleinen Örtchen an einem Sportplatz. Bonne nuit.

Endlich gehts los..!!

Alles im Wohnwagen und los…?? Hat jetzt doch etwas gedauert nach Weihnachten und Sylvester noch alles zu erledigen und alles was wir in unserem kleinen, rollenden 1 Zimmer Appartment dabei haben wollen zusammen zu packen. Um 12:30 Uhr heute war es dann soweit. Wir sind aufgebrochen. Heute bleiben wir noch in Hessen und wollen morgen bis Frankreich kommen…

Hier ist es kalt und es schneit. Uns ziehts weiter. Wenn wir morgen früh nicht eingeschneit sind werden wir früh aufbrechen. In Frankreich soll es schon wärmer sein. Ein erstes Ziel ist vielleicht Blois an der Loire. Die französische Partnerstadt von Weimar.

Im Wohnwagen gibt es gleich was zu essen und wir machen es uns gemütlich.